Zum 1. Januar war der Preis für das bundesweit gültige Monatsticket für den Nahverkehr von 49 auf 58 Euro gestiegen. Um ebenfalls 9 Euro hatte der HVV seine Preise für die kaum mehr nachgefragten Wochen- und Monatskarten im Hamburger Verkehrsverbund angehoben. Die Preise für Einzeltickets stiegen um durchschnittlich 5,2 Prozent. Zum HVV-Tarifgebiet gehören auch fünf Landkreise in Schleswig-Holstein (Pinneberg, Steinburg, Segeberg, Stormarn und Herzogtum Lauenburg) und drei im angrenzenden Niedersachsen (Harburg, Lüneburg und Stade sowie einige Bahnstrecken darüber hinaus).
Im Februar besaßen 204.000 Hamburger Kinder und Jugendliche ein für sie kostenloses Deutschlandticket. Das sind rund 5.000 mehr als im September. Die Kosten dafür übernimmt die Stadt Hamburg. Nahezu alle berechtigten Schüler hätten sich inzwischen das Ticket besorgt, sagte Vohl.
Ticket auch bei anderen Anbietern buchbar
Die Angaben zur Zahl der HVV-Abonnenten schwankt aufgrund der einfachen Kündigungsmöglichkeit über die App. Wer keinen weiteren Monat bezahlen will, kann immer bis zum 10. des laufenden Monats kündigen. Das Ticket kann deutschlandweit beim HVV, aber auch bei anderen Anbietern wie etwa der DB-Navigator-App der Deutschen Bahn gebucht werden. Das macht genaue Angaben zur Zahl der Deutschlandticket-Nutzer im HVV-Gebiet schwierig, wie Vohl erläuterte.
Hinzu komme, dass mehr als 300.000 Jobtickets über Vertriebspartner an Unternehmen gegeben würden. Diese Zahl werde nicht immer zum gleichen Stichtag erfasst. Der Sprecher bilanzierte dennoch: "Fakt ist, wir haben Kunden verloren durch die Preisanhebung." Immerhin sei der Rückgang nicht so stark wie prognostiziert. "Wir hoffen auf einen Aufwärtstrend."
© dpa | 05.04.2025 06:43